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Frankfurt wird durch Unitymedia erste Gigabit-Stadt in Hessen

Frankfurt wird durch Unitymedia erste Gigabit-Stadt in Hessen – In Frankfurt findet zur Zeit der erste hessische Breitbandgipfel statt, bei dem es auch gleich erhebliche Neuigkeiten zum Thema Ausbau des Breitbandnetzes gab. Unitymedia, ein privater Kabel-TV-Netzbetreiber, gab am 6. Juni bekannt, dass das Unternehmen Frankfurt zur ersten Gigabit-Stadt in Hessen machen möchte . Konkret heißt das, dass ab Oktober 2018 circa 380.000 Frankfurter Haushalte und Unternehmen Zugang zu Internetgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 MBit/s über das Kabelnetz von Unitymedia bekommen sollen.

Unitymedia gehört zur großen Konzernmutter Liberty Global, welche zur Zeit das Projekt GIGAWorld fördert. Dieses Projekt ist eine Kampagne, bei der europaweit der Ausbau von Kabelnetzen vorangetrieben werden soll. Die Aufrüstung in Frankfurt mit Gigabit-Geschwindigkeiten ist Teil dieser großen Ausbaukampagne. Unitymedia hat auch schon eine andere deutsche Stadt mit solch hohen Geschwindigkeiten ausgestattet- Bochum. Liberty Global hat sich jedoch nicht nur deutsche Städte vorgenommen, sondern wird auch bald bekannt geben, welche weiteren europäischen Städte für Ausbaupläne gedacht sind.

Neue technische Standards

Möglich gemacht wird das schnelle Internet durch eine Veränderung am Glasfasernetz von Unitymedia. Das Kabelnetz, welches Unitymedia für die Übertragung des Internets verwendet, ist glasfaserbasiert und wird nun mit neuen gigabitfähigen Netzelementen ausgestattet. Außerdem gibt es einen neuen Übertragungsstandard, DOCSIS 3.1, welcher nun auch in das Kabelnetz implementiert wird. Dieser Übertragungsstandard ermöglicht dann die schnelle Versorgung mit Gigabit-Bandbreiten. Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, teilte seine Begeisterung über das Engagement von Unitymedia in Frankfurt auf dem Breitbandgipfel mit:

„Breitband ist die Basis-Infrastruktur für die Digitalisierung unserer Gesellschaft. Sie ist unerlässlich für Innovationen und wirtschaftliche Entwicklung, und sie trägt auch erheblich zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen bei.“

Kunden dürfen hohe Preise zahlen

Ab Oktober 2018 soll dann die Geschwindigkeit von bis zu 1.000 MBit/s im Download an jedem Kabelanschluss von Unitymedia in Frankfurt möglich sein.  Es könnten also circa 380.000 Haushalte und Unternehmen von der neuen Gigabit-Übertragung profitieren. Wie viele dieses Angebot jedoch nutzen werden, steht noch in den Sternen, denn der Gigabit-Tarif von Unitymedia wird einen hohen Preis haben. Bisher hat das Unternehmen angekündigt, dass der monatliche Preis für Neukunden bei 99,99 Euro liegen wird und das bei einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten. Wahrscheinlich wird das Angebot daher eher für Unternehmen, die auf sehr schnelles Internet angewiesen sind interessant sein. Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, sagt zu der Zukunft von Frankfurt als Gigabit-Stadt:

„Frankfurt bleibt die Internethauptstadt Deutschlands und setzt mit der Internetgeschwindigkeit von 1.000 Megabit pro Sekunde einen weiteren Meilenstein ihrer Stadtentwicklung. In Frankfurt befinden sich neben dem größten Internetknoten der Welt auch zahlreiche Rechenzentren. Hohe Bandbreiten ermöglichen Frankfurts Bürgerinnen und Bürger die Teilhabe an der digitalen Welt und den ortsansässigen Unternehmen zukünftiges wirtschaftliches Potenzial.“

Damit betont er vor allem den Vorteil den die technische Neuerung für die Unternehmen und großen Konzerne in Frankfurt haben wird. Auch Unitymedia selbst hat in Frankfurt einen Standort sowie ein eigenes Technikzentrum.

Was tun bei Beschwerden und Problemen mit dem Internet-Anschluss?

Die häufigsten Probleme beim Internet-Anschluss gibt es bei der Geschwindigkeit. In vielen Fällen sind die Anschlüsse langsamer als vom Anbieter angegeben, teilweise weicht die Geschwindigkeit sogar deutlich nach unten ab. Eine offizielle Messung der eigenen Geschwindigkeit kann man hier vornehmen.Bei Probleme mit dem Anbieter kann die Bundesnetzagentur helfen, denn diese ist auch die Schlichtungsstelle für Schwierigkeiten bei Telekommunikation-Verträgen. Man kann dort kostenlos einen Schlichterspruch bekommen - allerdings ist dieser unverbindlich. Die Schlichtungsstelle der BNetzA findet man auf dieser Webseite.Daneben gibt es auch bei den Verbraucherzentralen Hilfe bei Probleme und Schwierigkeiten mit dem Internet-Anschluss oder dem Provider. Bei allen Vertragsfragen kann man sich an einer Beratungsstelle der Verbraucherzentrale vor Ort wenden. Die Beratung ist dann allerdings nich ganz kostenfrei, sondern es wird ein Betrag von um die 10 Euro abgerechnet. Möchte man einen Rechtsanwalt hinzuziehen kann es noch etwas teurer werden.

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About Bastian Ebert

Bastian Ebert
Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2006 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen - einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben. Mehr zu mir und meinem Hintergrund: Wer schreibt hier?

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