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Breitbandausbau in Nordrhein-Westfalen – der aktuelle Stand der Versorgung mit schnellem Internet

Breitbandausbau in Nordrhein-Westfalen – der aktuelle Stand der Versorgung mit schnellem Internet – Nordrhein-Westfalen hat nach den aktuellen Zahlen aus dem Breitbandatlas eine sehr gute Versorgung mit schnellem Internet und liegt bei den Verbindungen von mehr als 30 und 50MBit/s über dem Durchschnitt in Deutschland. Der Versorgungsgrad ist auch beim LTE Ausbau (also der Versorgung mit schnellem Internet für Handys und Smartphones) etwas besser als im bundesdeutschen Durchschnitt.

Allerdings gibt es auch in Nordrhein-Westfalen einen deutlichen Unterschied bei der Versorgung zwischen den Ballungsräumen und den größen Städten sowie den ländlichen Bereichen. In der Regel bekommt man auf dem Land deutlich weniger Geschwindigkeit und oft ist auch der Ausbau mit schnellem Internet noch nicht so weit fortgschritten. In den großen Städten (Köln, Düsseldorf, Dortmund oder auch Essen) findet man oft bereits die schnellsten Anschlüsse, die man derzeit bundesweit bekommen kann. Im Umland dagegen sieht es schlechter aus – dieses Gefälle bei der Versorgung mit DSL und VDSL findet man derzeit aber auch in anderen Bundesländern. In Nordrhein-Westfalen soll mit Ausbauprogrammen gezielt dagegen vorgegangen werden.

So schreibt das Land dazu:

Das Land NRW hat heute 40 Förderanträge von elf Kommunen mit einem Gesamtvolumen von 60,8 Millionen Euro für den Breitbandausbau im ländlichen Raum bewilligt. Ministerin Christina Schulze Föcking: „Der ländliche Raum braucht mehr Gigabit-fähige Breitbandnetze“. Das Landwirtschaftsministerium bietet im Rahmen des NRW-Programms „Ländlicher Raum 2014-2020“ Breitbandförderung für ländliche Kommunen (siehe Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des Next Generation-Access im Ländlichen Raum). Diese wird aus den Fördermitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und aus Landesmitteln der Digitalen Dividende II finanziert. Hierdurch sollen Kommunen unterstützt werden, in denen kein marktgetriebener Ausbau der Breitbandnetze stattfindet. 

Die Zahlen als Grafik:

Für den zukünftigen Ausbau der Datennetze strebt das Land den Ausbau auf Gigabit-Technologie an. Damit sollen Geschwindigkeiten bis 1GBit/s und darüber hinaus ermöglich werden. In diesem Zusammenhang das das Bundesland den Masterplan Gigabit aufgesetzt. Darin heißt es:

Nach dem Masterplan Gigabit soll Nordrhein-Westfalen bis 2025 über flächendeckende Gigabit-Anschlussnetze verfügen. Zwischenziel ist, schnellstmöglich alle Gewerbegebiete, Schulen, Bildungseinrichtungen und Landesbehörden an das Gigabit-Netz anzuschließen. Durch die Verankerung vereinfachter Verlegetechnik in der Landesbauordnung sowie eine beschleunigte Umsetzung der Regeln für die Mitnutzung bestehender Infrastrukturen soll der zügige Netzausbau erleichtert werden.

Für den Ausbau dieser Netze stehen bis 2025 7 Milliarden Euro zu Verfügung, das Land selbst gibt davon 2 Milliarden Euro dazu. Allerdings gibt es immer wieder Probleme, diese Mittel überhaupt abzurufen. Es bleibt daher abzuwarten, ob der Plan so umgesetzt werden kann.

Was tun bei Beschwerden und Problemen mit dem Internet-Anschluss?

Die häufigsten Probleme beim Internet-Anschluss gibt es bei der Geschwindigkeit. In vielen Fällen sind die Anschlüsse langsamer als vom Anbieter angegeben, teilweise weicht die Geschwindigkeit sogar deutlich nach unten ab. Eine offizielle Messung der eigenen Geschwindigkeit kann man hier vornehmen.Bei Probleme mit dem Anbieter kann die Bundesnetzagentur helfen, denn diese ist auch die Schlichtungsstelle für Schwierigkeiten bei Telekommunikation-Verträgen. Man kann dort kostenlos einen Schlichterspruch bekommen - allerdings ist dieser unverbindlich. Die Schlichtungsstelle der BNetzA findet man auf dieser Webseite.Daneben gibt es auch bei den Verbraucherzentralen Hilfe bei Probleme und Schwierigkeiten mit dem Internet-Anschluss oder dem Provider. Bei allen Vertragsfragen kann man sich an einer Beratungsstelle der Verbraucherzentrale vor Ort wenden. Die Beratung ist dann allerdings nich ganz kostenfrei, sondern es wird ein Betrag von um die 10 Euro abgerechnet. Möchte man einen Rechtsanwalt hinzuziehen kann es noch etwas teurer werden.

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About Bastian Ebert

Bastian Ebert
Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2006 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen - einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben. Mehr zu mir und meinem Hintergrund: Wer schreibt hier?

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